Syntax, Profilkonformität, Referenzen, fachliche Regeln, Zielprozess-Eignung – warum eine formal gültige Datei noch lange kein nutzbares Netzmodell ist.
Gültig ist nicht gleich nutzbar
Ein CGMES-Export kann jede Schemaprüfung bestehen und im Zielsystem trotzdem scheitern. Der Grund ist fast immer derselbe: Die Prüfung endete auf einer Ebene, auf der die eigentliche Anforderung gar nicht formuliert war. Eine belastbare Validierung arbeitet deshalb gestuft – von der Serialisierung über Profil und Referenzen bis zu fachlichen Regeln und der Eignung für den konkreten Zielprozess.
Praktisch bedeutet das, jede Ebene mit eigenen Regeln und eigenen Befunden zu versehen. Ein fehlender Namensraum ist ein anderer Fehlertyp als eine nicht auflösbare Referenz, und beide sind etwas anderes als eine Topologie, die zwar konsistent ist, aber die interne Planungskonvention verletzt. Erst diese Trennung macht Befunde für Fachanwender interpretierbar.
Der Nutzen zeigt sich beim zweiten Datenstand: Einmal formulierte Regeln laufen erneut, Abweichungen werden vergleichbar und die Qualität eines Modells lässt sich über die Zeit beobachten statt nur punktuell beurteilen.