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Stranded Invests vermeiden: Asset- und Netzdaten zusammen denken

Asset Managementca. 6 Minuten Lesezeit

Zustandsbewertung ohne Netzkontext führt zu teuren Fehlentscheidungen. Wie eine integrierte Betrachtung Investitionen dorthin lenkt, wo sie wirken.

Zustand allein priorisiert keine Maßnahme

Ein Betriebsmittel mit schlechtem Zustandsindex ist nicht automatisch das dringlichste Investitionsobjekt. Entscheidend ist, welche Rolle es im künftigen Netz spielt: Ein Kabel, das im Zielnetz ohnehin ersetzt oder umgehängt wird, muss heute nicht ertüchtigt werden. Umgekehrt kann ein unauffälliges Betriebsmittel zum Engpass werden, sobald sich die Versorgungsaufgabe verschiebt.

Genau an dieser Stelle entstehen Stranded Invests: Asset Management und Netzplanung arbeiten mit getrennten Datenbeständen, getrennten Zeithorizonten und getrennten Prioritätenlisten. Die Maßnahme ist dann für sich genommen richtig begründet – nur eben nicht im Kontext des Zielnetzes.

Eine integrierte Betrachtung verbindet Zustands- und Kritikalitätsdaten mit dem Netzmodell und den geplanten Maßnahmen. Sichtbar wird, welche Investitionen unter mehreren Entwicklungen Bestand haben und welche man besser verschiebt, bündelt oder ganz ersetzt.

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